Samstag, 26. Juli 2014
Weil du lachst, heißt der blog. Seit du lachst, denke ich nur an dich. Und seit ich an dich denke, hab ich meinen ruhigen Schlaf verloren. Schlaf ist viel wert, weiß ich jetzt. Aber mal ehrlich, es ist nicht mehr einfach wegen dir. Sollte nicht leben wenigstens manchmal einfach sein? Was ich tue, tue ich zu viel oder zu wenig. Schlafen, essen, lachen, frei sein - zu wenig. Trinken, projizieren, kataliseren, denken - zu viel. Egal wie lange ich dann tatsächlich denke, fällt mir nichts ein, was ich in normaler Intensität tue. Ich weiß, ich liebe dich zu sehr, ich weiß, das wird böse enden. Doch in all den Jahren kann ich nicht sagen, jemals einen getroffen zu haben, der mir so sehr gefällt, der mich so fasziniert. Kann sein, dass du jetzt eh die Stadt verlässt, dass ich dich niemals wieder sehe, aber wisse, dass dich nie jemand so lieben kann, wie ich es immer noch tue. Schade für dich. Du hättest es verdient.
the champion
Shroud your heaven, Zeus,
With cloudy vapours,
And do as you will, like the boy
That beheads thistles,
With oak-trees and mountain-tops;
You must my Earth
Now abandon to me,
And my hut, which you did not build,
And my hearth,
Whose glow
You begrudge me.
I know of nothing poorer
Under the sun, than you, Gods!
You barely nourish
–By sacrificial offerings
And prayerful exhalations–
Your Majesty,
And would starve, were
Not children and beggars
Hopeful fools.
When I was a child,
And did not know the in or out,
I turned my wandering eyes toward
The sun, as if beyond it there were
An ear to hear my lament,
A heart like mine,
To take pity on the afflicted.
Who helped me
Against the Titans' mischief?
Who delivered me from Death,
From Slavery?
Did you not accomplish it all yourself,
Holy, burning Heart?
And glowed, young and good,
Deceived, your thanks for salvation
To the sleeping one above?
I should honour you? For what?
Have you softened the sufferings,
Ever, of the burdened?
Have you stilled the tears,
Ever, of the anguished?
Was I not forged as a Man
By almighty Time
And the eternal Fate,
My masters and yours?
Do you somehow imagine
I should hate life,
Flee to the desert,
Because not every
Flowering dream may bloom?
Here I sit, forming people
In my image;
A race, to be like me,
To suffer, to weep,
To enjoy and delight themselves,
And to mock you –
As I do!
With cloudy vapours,
And do as you will, like the boy
That beheads thistles,
With oak-trees and mountain-tops;
You must my Earth
Now abandon to me,
And my hut, which you did not build,
And my hearth,
Whose glow
You begrudge me.
I know of nothing poorer
Under the sun, than you, Gods!
You barely nourish
–By sacrificial offerings
And prayerful exhalations–
Your Majesty,
And would starve, were
Not children and beggars
Hopeful fools.
When I was a child,
And did not know the in or out,
I turned my wandering eyes toward
The sun, as if beyond it there were
An ear to hear my lament,
A heart like mine,
To take pity on the afflicted.
Who helped me
Against the Titans' mischief?
Who delivered me from Death,
From Slavery?
Did you not accomplish it all yourself,
Holy, burning Heart?
And glowed, young and good,
Deceived, your thanks for salvation
To the sleeping one above?
I should honour you? For what?
Have you softened the sufferings,
Ever, of the burdened?
Have you stilled the tears,
Ever, of the anguished?
Was I not forged as a Man
By almighty Time
And the eternal Fate,
My masters and yours?
Do you somehow imagine
I should hate life,
Flee to the desert,
Because not every
Flowering dream may bloom?
Here I sit, forming people
In my image;
A race, to be like me,
To suffer, to weep,
To enjoy and delight themselves,
And to mock you –
As I do!
Donnerstag, 23. Januar 2014
"Würdest du mir bitte sagen, was dein Problem ist?", sagt er, aufgebracht, fast wütend. Ich antworte wie immer, kalt und abwesend, in Wirklichkeit verdrängend: "Was soll sein?" Meine Stimme klingt irgendwie merkwürdig, sie kommt mir nicht mehr fremd vor, aber ich bin sicher, dass sie einst anders geklungen hat. Ich versuche, Augenkontakt zu vermeiden, aber David guckt mich mit diesen grünen Augen unverwandt an und ich kann nicht widerstehen. "Seit Wochen gehst Du mir aus dem Weg, ich schwöre, gestern hab ich gesehen, wie Du auf die Mädchentoilette gerannt bist, nachdem Du gesehen hast, dass ich auf Dich zu komme. Was ist nur los mit Dir, ich meine, hab ich Dir was getan?" Ich merke, wie ich gerade jetzt nichts sagen kann, weil er das Zittern in meiner Stimme bestimmt bemerken würde. Ich zähle bis drei und hoffe dann, dass ich mich einfach umdrehen kann und verschwinden. Ich hoffe, dass meine Beine mich tragen. Eins - zwei - "Leila, was machst du da, verdammt?" David sieht jetzt wirklich sehr wütend aus, so hab ich ihn noch nie erlebt, glaube ich. Doch habe ich, das eine Mal, als er mich beim Rauchen erwischt hat. Als wäre es der Teufel persönlich, nahm er mir die Zigarette aus der Hand und warf sie auf den Boden. Wie haben uns an diesem Abend noch ein bisschen darüber gestritten, wie unverantwortlich ich sei und wie sehr ich das später bereuen würde. Er sagte, ich würde mich vergiften, ich erwiderte, dass ich mir Freiheit schenke. Wenn David eins gut kann, dann ist es, sich Sorgen um mich zu machen. Und ich bin vor allem gut darin, ihn zum Wahnsinn zu treiben. Ich muss unwiderruflich lächeln. "Leila?" fragt er und reißt mich damit aus meinen Gedanken. Dann muss ich plötzlich daran denken, wie rasend schnell die letzte Zeit an mir vorbei gerannt ist und was aus mir werden wird, wenn das so bleibt. Und da weiß ich ganz genau, was ich zu David sage, nämlich die Wahrheit. Weniger, weil das ein gute Idee ist, sondern weil er sie verdient.
"David, es tut mir leid", beginne ich, ihm fest dabei in die Augen sehend, "es tut mir leid, dass ich so eine scheiß Kuh bin. Ich..Ich weiß, du verstehst mich nicht, aber hast du mal daran gedacht, dass genau das mein Plan gewesen ist? Ich kann so was nicht, diese Freundschaften, diese Nähe. Und ich habe irgendwann verlernt, Menschen zu vertrauen. Doch Du warst jemand, dem ich vertrauen wollte, irgendwie. Ich wollte Dich kennenlernen mit all Deinen Macken und all Deinen Problemen. Ich wollte Pferde stehlen mit Dir und den Mount Everest besteigen." Meine Stimme verlor sich irgendwo. "Was ist passiert?" fragt er. " Ich habe gemerkt, dass Du jemand bist, in den ich mich verlieben könnte. Und es zerreißt mir das Hirn, dass ich es nicht zulassen darf. Deswegen kann ich Dich auch nicht mehr sehen, deswegen musst Du Dich fernhalten von mir." Ich zünde mir eine Zigarette an, das Ganze fordert zu viel. Ich kann ihn nicht mal mehr ansehen jetzt, denke ich und wage dann doch einen Blick. Ich identifiziere seinen Gesichtsausdruck als leicht geschockt, leicht überrascht und leicht erschöpft. Er beginnt zu sprechen: "Du hast Dich von mir getrennt, weil Du Angst hattest, Dich in mich zu verlieben?" fragt er. "Ja, genau", antworte ich, "weil nämlich gerade ich mich nicht verlieben darf, wenn ich am Leben bleiben will. Weil ich lieber sterben würde als Dir das anzutun. Weil Du was Besseres verdienst als mich. Und weil ich es nicht ertragen würde, Dich zu verlieren." David starrt mich nun wirklich geschockt an. "Aber Du wirst mich doch nicht verlieren!" Ich erwidere: "Doch, irgendwann schon, weil ich irgendwann Mist bauen werde, großen Mist sogar und dann wirst Du mich verlassen."Sag mal, meint Du nicht, dass Du da ganz schön den Teufel an die Wand malst? Warum solltest Du Mist bauen, wenn Du mich liebst?" "Ich liebe Dich nicht, David, noch nicht. Und deswegen lass mich verdammt noch mal in Ruhe, bevor es zu spät ist."
"David, es tut mir leid", beginne ich, ihm fest dabei in die Augen sehend, "es tut mir leid, dass ich so eine scheiß Kuh bin. Ich..Ich weiß, du verstehst mich nicht, aber hast du mal daran gedacht, dass genau das mein Plan gewesen ist? Ich kann so was nicht, diese Freundschaften, diese Nähe. Und ich habe irgendwann verlernt, Menschen zu vertrauen. Doch Du warst jemand, dem ich vertrauen wollte, irgendwie. Ich wollte Dich kennenlernen mit all Deinen Macken und all Deinen Problemen. Ich wollte Pferde stehlen mit Dir und den Mount Everest besteigen." Meine Stimme verlor sich irgendwo. "Was ist passiert?" fragt er. " Ich habe gemerkt, dass Du jemand bist, in den ich mich verlieben könnte. Und es zerreißt mir das Hirn, dass ich es nicht zulassen darf. Deswegen kann ich Dich auch nicht mehr sehen, deswegen musst Du Dich fernhalten von mir." Ich zünde mir eine Zigarette an, das Ganze fordert zu viel. Ich kann ihn nicht mal mehr ansehen jetzt, denke ich und wage dann doch einen Blick. Ich identifiziere seinen Gesichtsausdruck als leicht geschockt, leicht überrascht und leicht erschöpft. Er beginnt zu sprechen: "Du hast Dich von mir getrennt, weil Du Angst hattest, Dich in mich zu verlieben?" fragt er. "Ja, genau", antworte ich, "weil nämlich gerade ich mich nicht verlieben darf, wenn ich am Leben bleiben will. Weil ich lieber sterben würde als Dir das anzutun. Weil Du was Besseres verdienst als mich. Und weil ich es nicht ertragen würde, Dich zu verlieren." David starrt mich nun wirklich geschockt an. "Aber Du wirst mich doch nicht verlieren!" Ich erwidere: "Doch, irgendwann schon, weil ich irgendwann Mist bauen werde, großen Mist sogar und dann wirst Du mich verlassen."Sag mal, meint Du nicht, dass Du da ganz schön den Teufel an die Wand malst? Warum solltest Du Mist bauen, wenn Du mich liebst?" "Ich liebe Dich nicht, David, noch nicht. Und deswegen lass mich verdammt noch mal in Ruhe, bevor es zu spät ist."
Sonntag, 21. Juli 2013
Sid Vicious. Ian Curtis. Kurt Cobain. Jim Morrison. Amy Winehouse. Heath Ledger. Brian Jones. Jimi Hendrix. Janis Joplin. Keath Moon. John Bonham. Bon Scott. Michael Hutchence. Falco. John Entwistle. Michael Jackson. Whitney Houston. Dee Dee Ramone. Rudy Lewis. Cory Monteith. Alan Wilson. Dave Alexander. Kristen Pfaff. Jeff Buckley. Layne Staley. Paul Gray. Rick James. John Belushi. Jean Cocteau. Edgar Allen Poe. Pablo Picasso.
Mittwoch, 17. Juli 2013
Wirf mich weg, denn ich bin nicht mehr zu gebrauchen
Ich habe in meinem Leben nur zwei Dinge getan: Ich habe Scheiße gebaut und ich habe geliebt. Oft in Kombination, das brach mir mein Genick. Geliebt werden nicht nur die Gewinner, ebenfalls nicht nur heilen, mutigen, lustigen Menschen. So wurde auch ich das ein oder andere Mal geliebt. Mehr als ich verdiente, von Zeit zu Zeit. Und auch wenn keine Liebe auf Gegenseitigkeit beruhte, hätte manche Liebe Gutes tun können, mich retten können, befreien aus dem dunklen Keller meines Herzens. Nur war dem nicht so. Alle Liebe, die ich je erfahren habe, hat mich noch kaputter, abgefuckter und böser gemacht. Schließlich warf sie mich in eine Leere, die ich vielleicht niemals überwinden werde. Nicht, weil ich nicht kämpfen kann, sondern weil ich nicht will. Ich habe mich verliebt in diese Leere, ich steh total darauf, nichts darzustellen, nichts auf die Reihe zu bekommen, nichts zu wollen, zu verlangen, zu mögen.
Es gab, eine Zeit, da hab ich noch Scheiße gebaut. Jetzt baue ich nichts mehr. Ich lache auch nicht mehr so wie damals. Ich esse auch nicht mehr. Und das ist wunderschön. Sterben, leben, sterben ist schön.
Es gab, eine Zeit, da hab ich noch Scheiße gebaut. Jetzt baue ich nichts mehr. Ich lache auch nicht mehr so wie damals. Ich esse auch nicht mehr. Und das ist wunderschön. Sterben, leben, sterben ist schön.
Samstag, 6. Oktober 2012
Sterben
Es ist eine gute Art, ein Niemand zu sein, indem man niemals liebt. Es ist auch die am schwersten bekömmliche Art, denn niemand sein und niemanden lieben? Was macht man dann, wie lebt man weiter?
Ein Niemand zu sein weil man liebt und nichts anderes sein will als ein Liebender ist auch nicht angenehm, aber okay, denn man hat alles, was man braucht. Einen Sinn, ein Ziel, die Freude, die Dramatik. Absoluter Lebensgeist. Es bringt ein schier um vor Demütigung und Freude. Zumindest ist man für sich selbst jemand, auch wenn man von außen betrachtet ganz bestimmt ein Niemand ist.
Doch nicht zu lieben, dass ist, innen wie außen, eine Tortur. Da gibt es nichts zu denken, nichts, wofür man kämpfen kann und was ist Leben und Kampf? Es ist Sterben. Und von da an ist es nur ein kleiner Schritt Richtung Tod.
Und alles, was ich jemals wollte, warst Du. Was davon blieb ist Erinnerung und kein Tröpfchen Liebe. Nicht einmal Hass.
Ein Niemand zu sein weil man liebt und nichts anderes sein will als ein Liebender ist auch nicht angenehm, aber okay, denn man hat alles, was man braucht. Einen Sinn, ein Ziel, die Freude, die Dramatik. Absoluter Lebensgeist. Es bringt ein schier um vor Demütigung und Freude. Zumindest ist man für sich selbst jemand, auch wenn man von außen betrachtet ganz bestimmt ein Niemand ist.
Doch nicht zu lieben, dass ist, innen wie außen, eine Tortur. Da gibt es nichts zu denken, nichts, wofür man kämpfen kann und was ist Leben und Kampf? Es ist Sterben. Und von da an ist es nur ein kleiner Schritt Richtung Tod.
Und alles, was ich jemals wollte, warst Du. Was davon blieb ist Erinnerung und kein Tröpfchen Liebe. Nicht einmal Hass.
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