Samstag, 21. Januar 2012

Meine Damen und Herren, was zum Teufel ist Freude?

Ist euch einmal aufgefallen, wie beschissen dieses Wort ist? Klar, auf Englisch übersetzt ergibt es meinen Namen, aber diese Abneigung hat ausnahmsweise mal nichts mit mir zu tun, ich rede ja sowieso schon viel zu viel über mich. Aber das Wort "Freude", was sagt das aus? Man bekommt Assoziationen von Maitagen und grünen Wiesen, naiven Kindern - oder noch schlimmer - Familienausflügen. Fast ausschließlich ist es sarkastisch gemeint, als Gegenteil von der eigentlichen Bedeutung, beschreibend für Langeweile und gespielter Höflichkeit. Man könnte es fast mit dem Wort "Empfindung" vergleichen. "Ich empfinde große Freude deinem überaus netten Vorschlag gegenüber". Wieder so ein Wort. "Nett". Seien wir doch lieber ehrlich. Setzten wir für jedes "nett" doch gleich "scheiße" ein, damit würde die Welt um einiges aufrichtiger werden.

Montag, 16. Januar 2012

Warum hast Du mir nie geantwortet?

Erinnerst Du Dich , wir beide, Hand in Hand? Der Ort war so egal, dass ich ihn schon nicht mehr weiß. Im Nachhinein sagten wir nur darüber: "Weißt Du noch, neulich, im Paradis?" Mag sein, dass wir nichts waren als lose Bekannte, beinahe Fremde Vielleicht doch vertrauter als wir annahmen? Mag sein, dass wir nicht ineinandner verliebt waren, wie auch, wir waren beide dazu wohl kaum fähig. Und doch war da eine Spur Glück, und sie verfolgt mich seitdem. So sehr ich es auch versuchte, sie zu ignorieren, ich kann es nicht, vielleicht weil ich es nicht kann oder weil ich es nicht will. Der Geruch verdorbener Navität stört mich in der Nase, er bringt mich zum lächeln und hindert mich, damit aufzuhören.
Wenn ich ehrlich bin, möchte ich Dich nicht wieder sehen, weil ich Angst habe, es war alles nur Trug. Und so besonders bist Du nicht, einer von so vielen. Ein Macho. Ein Herzensbrecher, der mich nie länger als vielleicht 1, 2 Monate interessant finden würde, wenn überhaupt. Es ist besser, wenn Du nie auf meine unausgesprochene Frage antwortest, ob wir vielleicht eine Chance hätten, nochmal in das Paradis zurückzukehren. Es ist besser so.

Wenn ich noch ehrlicher bin, vermisse ich Dich sehr.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Was ist Perfektion?

Die Sache, die man liebt und doch niemals haben kann. Der Traum, nach dem so viele Menschen leben und der doch unerreichbar bleibt. Sie ist der Mond und die Stille und die Nacht und der Mensch, den wir lieben. Sie ist alles und nichts. Denn es existiert, doch nur in unserer Vorstellung. Ein Bild, ein Lied, ein Wort, eine Bewegung. Sie ist die Vollendung, alles was wir brauchen, nichts, was uns glücklich machen könnte. Sie ist das größte Trugbild unserer Welt. Sie ist wie eine Lüge von unvorstellbarem Wert und neimand würde es wagen, sie in Frage zu stellen.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Gibt es das Gefühl "Leere" ?

Es tut mir leid, dass ich nicht so witzig bin und nicht so wunderschön wie du vielleicht denkst. Es tut mir leid, dass ich dir aus dem Weg gehe und sage, ich möchte nichts mit dir zu tun haben, wo wir uns doch so gut verstehen und mir kein Grund einfällt, warum du nicht mein Traummann sen solltest. Es tut mir leid, dass ich nicht auf deine Nachrichten antworte und dass ich dir bei allem was du fragst, ausweiche. Es tut mir leid, dass du in mir siehst, was ich nicht bin. Dass du erwartest, was ich dir nicht geben kann. dass ich mich in dich verliebt habe und es dennoch keine Chance für uns gibt. Es tut mir leid, dass ich so ein Feigling bin.

Da ist nichts, was mich abhält, außer meinen Respekt vor dir. Da ist nichts, was mich aufhält, außer die Angst, dass du enttäuscht bist, wenn du siehst, wer ich wirklich bin. Hinter dieser Fassade, die du noch nicht durchschaut haben kannst, denn du bist ja immer noch da.

Wer glaubst du eigentlich, wer du bist, dass du auf einer Party einfach zu mir kommst, dich neben mich setzt und meine Hand hältst und sie noch dazu nicht mehr loslässt, ohne, dass wir jemals mehr waren als Bekannte, mehr als "Wow, wie gut du aussiehst" und "mit den roten Haaren siehst du so heiß aus". Mehr als nichts. Ich kann nicht glauben, dass ein Wir wirklich existiert hat. Ich muss es verdrängen, ansonsten könnte ich mich nie wieder von diesem Gedanken lösen. Und das ist so gefährlich.
Es ist der härteste Schritt, den ich jemals tat, dich gehen zu lassen, obwohl es eigentlich perfekt war.

Leere ist da. Du kannst es nicht definieren oder beschreiben, aber du kannst dir sicher sei, dass du sie erkennen wirst, wenn du sie triffst.

Samstag, 31. Dezember 2011

Kann man sich mutwillig ändern?

Ein neues Jahr. Ich hasse 2011. Es gab Momente, in denen ich liebte. Es gab Momente, in denen ich starb. ich bin kein Fan von Theatralik. Ich bin kein Fan von diir. Und als ich vorhin sagte, im neuen Jahr, du sollest gehen. da meinte ich das ernst. Für einen  Moment, gar winzig,da habe ich dich fast gehasst, ich habe dich angeschrien, ich habe dich geschlagen und dann bin ich gegangen, mit nem Anderen, Arm in Arm. Ich habe dich stehen lassen. Wie damals. Vielleicht, vielleicht, habe ich Dir das Herz gebrochen. Es ist mir genau jetzt, vollkommen egal. Ich habe mich geändert. Es ist möglich.

Freitag, 9. Dezember 2011

Wie weit muss ich rennen, um vor mir selbst zu fliehen?

Renn um Dein Leben. so tue ichs. Um ja nicht im Moor der Trauer zu versinken oder durchzudrehn bei dem Gestank der Lügen unserer Gesellschaft. Renn um Dein Leben, doch erwarte nicht, irgendwo anzukommen, denn das wirst du nicht, niemals. Glaub mir, ich habe es versucht. Ich bin schneller gelaufen, als ich konnte. Ich habe mich verloren, ich bin mir hinterhergerannt, ich habe mich rennen lassen und bin stehen geblieben. Der Kampf ist sinnlos, er war es schon immer. Nur glauben wir urtümlicherweise ständig, das alles besser wird, dass wir eine Chance haben. Dem ist nicht so. Wir sind verloren. Kein Pessimismus. Wahrheit. Gewöhn dich dran. Niemand hat gesagt, dass das Leben leicht ist.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Wieso beschließt man, auf Essen zu verzichten?

Zu hungern ist wie fliegen. Irgendwann, so nach den ersten 30-40 Stunden hebst du ab und schwebst über allen Sorgen und Pflichten. Natürlich ist der Aufprall hart und er kommst gewiss, dessen ist man sich bewusst, aber vielleicht ist das Risiko zu verlockend, die Schwerelosigkeit zu anziehend, dass man sich nur mt Mühe entziehen kann. Man kommt an seine Grenzen und erfährt, wie lange Zeit man ohne Essen leben kann und wie gut man sich dabei fühlt, wie wertvoll, wie liebenswert. Die Leere bleibt weiterhin vorhanden, wird sogar noch größer, doch man sieht es mehr als Freiheit an, nicht als Hoffnungslosigkeit. Man sieht dem Tod ins Auge und es gefällt einen, was man sieht. Man hat keine Angst mehr, nur vor dem Leben. Ich werde das Gefühl nie vergessen, ohne Magen, nachts, auf dem Feld zu liegen und zu lachen. Als gäbe es einen Grund. Doch es gab einen, ja. Es war das pure Glück, nichts war unmöglich. Es schimmerte alles lila und smaragdgrün, ich sah Lilien und Engel, ich begann zu begreifen, wer ich war und wer ich sein wollte, was ich liebte und was nicht. Ich begriff, mehr als je zuvor. Hätte ich nur nie wieder angefangen zu essen. Wäre ich nur auf meiner Wolke geblieben. Vielleicht hätt ich dann sogar noch die Zeit gehabt, meine Pläne, perfekt zu sein, umzusetzen.
Man hört nicht auf zu essen, weil man keinen Hunger hat. Man hört auf, weil man sich zu stark nach Nahrung sehnt.